Lebensversicherung verkaufen – Alternative zur Kündigung?
LeSoll eine bestehende Lebensversicherung gekündigt werden, bietet sich auch die Option, diese zu verkaufen. Das Prinzip ist einfach und wird im westlichen Europa schon seit Jahrzehnten praktiziert.
Nach Übernahme eines laufenden Vertrages zahlt der Käufer der Lebensversicherung die Beiträge weiter. Ein Grundstock an Kapital ist schon vorhanden und Kosten, Gebühren sowie Provisionen sind bereits beglichen. Der Vorteil für den Veräußerer liegt klar auf der Hand – der Mehrerlös der so ausgelösten Versicherung kann dabei um bis zu 15 Prozent höher ausfallen, als bei einer klassischen Kündigung. Es kommen dafür alle Lebensversicherungen in Betracht, die noch eine maximale Laufzeit von 20 Jahren haben, und mindestens einen Mindestrückkaufswert von 5.000 Euro aufweisen. Einige Anbieter akzeptieren auch Fondspolicen.
Weitere Vorteile bei Verkauf an einen Investor:
- steuerfreier Verkauf nach derzeit geltender Rechtslage
- keine Kapitalertragsteuer bei Vertragslaufzeit von weniger als 12 Jahren
- weiterhin volle Absicherung der Hinterbliebenen des Veräußerers
Darum ist die Variante, eine Lebensversicherung zu verkaufen, eine durchaus interessante Alternative.
Bei einer klassischen Kündigung sind all diese Vorteile endgültig verloren.
Will man das Angebot eines Investors in Anspruch zu nehmen, erteilt man diesem eine Vollmacht zur Einholung der aktuellen Werte beim Versicherungsunternehmen. Sobald das vorliegt, erhält der Veräußerer ein Angebot. Bei Annahme wird ein Kaufvertrag geschlossen. Verstreicht die Widerspruchsfrist, dann gilt das Angebot als angenommen, und der Kaufpreis wird dem Veräußerer erstattet.
Es gibt viele Anbieter, die Lebensversicherungen ankaufen, zum Beispiel die “Life Capital”.