Schmiertechik
Schmiertechnik beginnt beim Ölkännchen für Fahrrad und Nähmaschine und hört bei automatischen Hochdruck Fettpressen für Großmaschinen auf. Zwischendrin gibt es diverseste Schmiertechniken, die mehr oder weniger automatisiert sind, aber trotzdem kontrolliert werden müssen.
Ein Viertakt-Otto-Motor wird mit Motorenöl geschmiert, welches sich im Kurbelgehäuse befindet. Diese Art der Schmiertechnik dient hauptsächlich dazu, Kolben und Zylinder mit Motorenöl zu versorgen, damit ein „reibungsloser“ Betriebsablauf gewährleistet ist. „Reibungslos“ bedeutet nicht, dass es keine Reibung gibt, aber besagt eindeutig, dass es ohne Schmierung nicht geht. Hier sind hitzebeständige Motorenöle gewisser Gütemerkmale nach Angaben des Herstellers zu verwenden. Bei Kompressoren verhält sich das nicht anders. Um Kurbelwellen- und Pleuellager braucht man sich weniger Gedanken zu machen, weil sie schließlich im Öl „schwimmen“. Ganz anders verhält es sich mit der Schmiertechnik von Zweitakt-Otto-Motoren. Das Kurbelgehäuse ist ein Teilbereich, der die Funktionsfolge eines solchen Motors ermöglicht. Es befindet sich kein Motorenöl darin. Die Schmierung kommt in Form von Bezin-Öl-Gemisch über dem Vergaser aus dem Tank. Man muss bedenken, was der Öl-Anteil eines solchen Gemisches alles zu leisten hat. Hier können sich Kurbelwellen und Pleullager nicht im Öl „baden“, müssen aber trotzdem ausreichend „versorgt“ werden.
Eine andere Art von Schmiertechnik betrifft beispielsweise „geschlossene“ Kugellager oder Gleitlager wie axial oder radial geführte Wellen und Gleitführungen. Diese werden nach gewissen Laufzeiten, die je nach der Art der Technik sehr unterschiedlich sein können, mit Hand-Fettpressen abgeschmiert.
Ein Beispiel: Die Lagerungen der Hinterradschwingen von Motorrädern älterer Bauart wurden prinzipiell unterschätzt, weil es kaum jemand für möglich gehalten hatte, dass diese jemals „schlagartig“ festgehen könnten. Wer hier die Schmiertechnik außer Acht ließ, fiel gelegentlich auf die Nase, ohne zu wissen, warum.