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Kolbenkompressoren

am 5. September 2008

Die gängigste Methode, Druckluft zu erzeugen, geschieht mit Kolbenkompressoren. Sie ähneln vom technischen Aufbau her Otto- oder Dieselmotoren. Sie haben eine Kurbelwelle, einen oder mehrere Zylinder, Kolben und Pleule. Im Gegensatz zu Motoren, die „antreiben“, werden Kolbenkompressoren „angetrieben“, und zwar von Motoren, zumeist von Elektromotoren. Aber auch Verbrennungsmotoren werden für den Antrieb verwendet, wenn es sich beispielsweise um fahrbare Leistungskompressoren für den Straßenbau handelt, mit denen Presslufthämmer betrieben werden.

Das Prinzip der Drucklufterzeugung bei Kolbenkompressoren ist leicht zu verstehen: Der Kolben „zieht“, während er sich nach unten bewegt, Luft in den Zylinder. Das geschieht durch ein relativ großflächiges Einlassventil, welches nicht wie bei Motoren mechanisch gesteuert, sondern durch dem entstehenden Unterdruck im Zylinder „offengesogen“ wird. Die Luft im Zylinder wird danach durch ein Auslassventil wieder hinausgedrückt und in einen Druckluftbehälter geleitet.

Beim Kauf eines Kolbenkompressoren ist abzuwägen, für was er verwendet werden soll. Ein winziger Mini-Kompressor ist zwar mit Einschränkungen trotzdessen in der Lage, genug Druckluft zu liefern, um ein Auto zu lackieren. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange er das mitmacht, wenn er Druckluft für das fünfte Auto liefern muss. Dann ist er voraussichtlich in technischer Hinsicht fertig, was Kolben, Zylinder, Einlass- und Auslassventil betreffen. Kolbenkompressoren unterliegen einem gewissen Verschleiß und die Leistung lässt nach, wenn sie überfordert werden, dann geht ihnen die „Luft“ aus.

Lieber einen etwas „überdimensional“ anmutenden Kolbenkompressor kaufen, wenn ihm Dauerbetrieb bevorsteht. Der wird dann zuverlässig seinen Dienst tun. Qualitätsmerkmale stellen der Druckluftkessel und das Kompressoraggregat dar.

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