Home » Kleidung & Mode

Cipo & Baxx | Mode für zahme Hip Hopper?

am 25. Februar 2010

Jedes kulturelle Genre hat seine eigenen Stil-Gepflogenheiten, die sich häufig besonders in der Szene-typischen Kleidung ausdrücken. Während es beim Jazz-Fann die übliche Kleidung nicht gibt, sieht das z.B. bei Heavy Metal oder Hip Hop ganz anders aus. Interessant ist dabei, wie auch die Kleidungsstile verwischen, wenn sich eine Musikrichtung im Zuge zunehmender Kommerzialisierung zumindest in Teilen aus dem “Underground” in Richtung Pop entwickelt. Gerade beim Hip Hop kann man das sehr schön sehen. In Zeiten, in denen Rap der verschiedensten Substile auch im Pop-Business angekommen ist, in den Charts präsent ist und bei auch eher – sagen wir Massenradiosendern – auf heavy rotation läuft, da ist auch die Kommerzialisierung und der damit verbundenen Kultur-prägenden Symbolelemente wie eben z.B. im Bereich der Kleidung nicht weit entfernt. Damit aber möglichst viel Umsatz mit dieser Kommerzialisierung generiert werden kann, müssen die Produkte gefällig sein, und zwar nicht nur für “echte, alte” Fans, die “seit den Anfängen dabei waren…”, sondern auch für Neueinsteiger in das Musikgenre und die damit verbundene Kultur. So kommt es, dass man in Hip Hop Stores (auf der Straße, im Einkaufszentrum wie auch online) neben den klassischen Marken wie Fubu, Ecko und Southpole immer häufiger auch Marken und Modelinien antrifft, die sich vom ursprünglichen Stil des Genres doch schon ein ganzes Stück weg entfernt haben und sich in Richtung ‘normaler’ Alltagsmode entwickeln. Ein Beispiel ist hier z.B. Cipo & Baxx. Nicht, dass die Klamotten dieser Marke nicht gefällig wären; sie entsprechen nur kaum noch dem, was man als typischen Hip Hop Style verstehen würde und werden dennoch in entsprechenden Geschäften gelistet. Aber genau das ist ein verlässliches Signal, wenn ein Musiksegment zunehmend Einfluss auf die allgemeine Pop-Kultur findet.

Schlagwörter zu diesem Artikel: , , , ,