Schutzimpfungen – Ein kleiner Pieks kann Leben retten
Um gegen bestimmte, lebensbedrohende Krankheiten immun zu werden, gibt es Schutzimpfungen. Diese werden meistens durch eine Spritze in den Arm bei der betreffenden Person injiziert und bieten dann für eine bestimmte Zeit – manchmal sogar lebenslang – Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit. Man spricht hierbei von einer Grundimmunisierung und einer Auffrischung. Bei Säuglingen sind bestimmte Impfungen sehr wichtig, da das wenig ausgeprägte Immunsystem der kleinen Menschen sonst mit den Krankheitserregern überfordert wäre. Viele Krankheiten – wie Keuchhusten, Kinderlähmung oder Diphterie – konnten durch den Einsatz von Schutzimpfungen nahezu ausgerottet werden. Kinder ab dem 3. Lebensmonat erhalten in Deutschland Impfungen gegen Tetanus, Polio, Keuchhusten, Diphterie und Hepatitis B. Außerdem sollten Kleinkinder zusätzlich gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft werden.
Bei den Kindern achtet meist der begleitende Kinderarzt auf die sachgemäße und regelmäßige Schutzimpfung – bei Erwachsenen werden Schutzimpfungen oftmals unterschätzt. Der Schutz vor Tetanus und Diphterie hält maximal 10 Jahre lang, danach sollte man sich einer Auffrischung unterziehen. Die Impfpässe vieler Erwachsener zeigen leider ein anderes Bild – viele sind zu unvorsichtig und scheuen sich vor dem kleinen Pieks. Dabei sind Schutzimpfungen meist völlig schmerzfrei und werden von den Kassen erstattet. Wer gerne ins nicht-europäische Ausland reist, sollte sich frühzeitig um die nötigen Schutzimpfungen kümmern, da einige Impfungen eine bestimmte Wirkzeit von bis zu drei Monaten benötigen. Manche Länder schreiben sogar einen bestimmten Impfschutz, z.B. vor Malaria, Hepatits oder Gelbfieber, vor. Alte und schwache Menschen sollten sich jährlich gegen Grippe impfen lassen, um in der Grippezeit gewappnet zu sein. Bewohnern zeckenreicher Gebiete wird eine zusätzliche Impfung gegen FSME empfohlen.