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Rezeptfreie Medikamente – Kostenpflichtige Selbstmedikation aus der Apotheke

am 28. Oktober 2008

In der heutigen Zeit sind rezeptfreie Medikamente für viele Menschen ganz selbstverständlich geworden. Die Gesundheitsreform hat diese Trendwende – neben diversen anderen Sparmaßnahmen – eingeläutet, denn seitdem müssen bestimmte Medikamente aus eigener Tasche finanziert werden. Der Arzt hat nun nicht mehr die Möglichkeit, Medikamente gegen leichte Krankheiten zu verschreiben; er kann lediglich ein Privatrezept ausstellen. Dieses verpflichtet den Patienten, das Medikament selber zu zahlen. Leidet man also an einer Erkältung, schmerzt der Rücken oder hat man Fieber, kann man sich mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke Linderung verschaffen – die Kosten trägt man dann selber. Der Gang zum Arzt wird bei solchen „Alltagsleiden“ überflüssig; eine gute Beratung über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen erhält man auch in der Apotheke.

Gegen die maßvoll eingesetzte Selbstmedikation aus der Hausapotheke – vom Magenmittel bis zum Schnupfenspray – ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings sollten die Symptome nach etwa einer Woche deutlich zurückgehen. Ist dies nicht der Fall, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit keine Krankheiten verschleppt werden oder man eine falsche Therapie anwendet. Übrigens: Seitdem rezeptfreie Medikamente aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, ist der Medikamentenverbrauch deutlich zurückgegangen – bei gleichzeitigem Krankenrückstand. Das mag zum einen daran liegen, dass man sorgsamer mit Medikamenten umgeht, die man selber finanziert. Zum anderen haben viele Menschen Omas Hausmittel aus der Vergangenheit wiederentdeckt entdeckt: Wadenwickel, Kamillentee oder Dampfbad helfen in manchen Fällen genauso gut wie der Einsatz von chemischen Medikamenten.

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