Neurologische Erkrankungen-Wenn das Nervensystem verrückt spielt
Neurologische Erkrankungen werden oft mit psychischen Erkrankungen verwechselt. Dabei hat der Neurologe überhaupt nichts mit dem Berufsbild des Psychologen gemein, denn hier geht es nicht um Traumata oder seelische Belastungen, sondern Erkrankungen des Nervensystems. Diese sind vielfältig und werden nicht immer sofort als solche erkannt. Im Normalfall geht man zunächst von einer anderen Ursache aus und landet erst später bei einem Neurologen. Typische Krankheitssymptome können sein: Schwindel, Sehstörungen, Migräne, undefinierbare Schmerzen. Wer z.B. häufig an Migräne leidet, wird irgendwann in die Berührung eines Neurologen kommen. Dieser hat unterschiedliche Behandlungsmethoden, um festzustellen, ob vielleicht das Nervensystem beteiligt ist. Mittels einer Elektroenzephalografie, kurz EEG, können die Hirnströme gemessen werden und der Neurologe erkennt so, ob Anomalien vorliegen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer Kernspintomografie, also eines CTs. In der Röhre werden elektromagnetische Wellen durch den Körper gesendet und auf einen Bildschirm übertragen. So kann der Arzt mögliche Abweichungen (Tumor, Blutgerinnsel) erkennen und behandeln.
Eine weitere, typische neurologische Erkrankung ist die Meningitis – also die Hirnhautentzündung. Die in Zeckengebieten verbreitete Krankheit wird durch Viren oder Bakterien verursacht, der Überträger ist die Zecke. Die Krankheit äußert sich in starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit. Richtig diagnostiziert werden kann die Krankheit nur durch eine Lumbalpunktion – also die Entnahme des Liquors – aus dem Rückenmark. Mit einer langen Spritze wird hierzu in den Rücken, nahe der Wirbelsäule, gestochen und ein wenig der Hirnflüssigkeit entnommen. Leider ist diese Untersuchungsform sehr schmerzhaft.