Home » Gesundheit & Medizin

Myopie – Kurzsichtigkeit der Augen

am 9. Dezember 2008

Den Begriff Myopie kennen die wenigsten – Kurzsichtigkeit, was das Gleiche bedeutet, dagegen fast jeder. Nicht nur das Computerzeitalter hat aus vielen Menschen Kurzsichtige gemacht, denn zu nahes Lesen und zu seltene Entspannungsübungen und „ins-Weite-gucken“ können zu der bekannten Kurzsichtigkeit führen. Dabei kann man nur noch nahe Dinge scharf sehen, weiter entfernte Dinge werden – je nach Dioptrien – extrem unscharf. Das liegt daran, dass der Augapfel zu lang ist oder die Brennkraft der Linse zu stark ist. So ist der Brennpunkt der Lichtstrahlen vor der Netzhaut. Je weiter ein Gegenstand dann entfernt ist, desto unschärfer erscheint er, weil der Brennpunkt somit noch größer wird.
In den meisten Fällen liegt ein genetischer Defekt vor, d.h. Eltern, Großeltern oder Verwandte waren auch meist kurzsichtig und haben dies weiter vererbt. Oft wird die Kurzsichtigkeit in der Schule entdeckt, da auch hier ein allgemeiner Augentest vorgenommen werden muss. Die Myopie entsteht meist in den ersten 30 Lebensjahren, wobei sie in der Pubertät einen Schub erleben kann. Um die Kurzsichtigkeit auszugleichen, eignen sich geschliffene Gläser, die den Brennpunkt wieder verkürzen oder Kontaktlinsen. Diese Sehhilfen ermöglichen ein ebenso gutes Sehen wie von Normalsichtigen – allerdings müssen die Sehhilfen dann auch dauerhaft getragen werden. Liegt die Fehlsichtigkeit bei über 5 Dioptrien kann auch über eine Laseroperation nachgedacht werden, die besonders häufig bei hohen Werten eingesetzt wird.
Im LASIK-Verfahren werden Hornhautpartikel abgetragen, was zu einer hundertprozentigen Sehschärfe führt. Allerdings ist zu beachten, dass im Alter oft die Weitsichtigkeit dazukommt – es ist also möglich, dass man ab etwa 45 Jahren so oder so wieder eine Brille tragen muss – diesmal, um nahe Dinge zu erkennen.