Künstliche Gelenke – Ersatzteillager für den Körper
Leider schreitet der Verschleiß im Alter voran, so dass künstliche Gelenke für viele notwendig werden. Häufige Leidern im Alter sind Hüftdysplasien und Knieprobleme. Die künstlichen Gelenke ersetzen dann die schiefe Hüfte, das kaputte Knie oder sogar ein Stück der Halswirbelsäule. Die häufigste OP ist die Knieoperation – hier werden bis zu 130.000 künstliche Gelenke pro Jahr eingesetzt.
Aber auch für amputierte Gliedmaßen – wie Beine, Arme, Oberschenkel – gibt es künstliche Gelenke, welche die Fähigkeiten der echten Gelenke nachempfinden. So können Menschen, die vorher nur ein Bein hatten, plötzlich wieder laufen, Radfahren oder Sport treiben –ein nahezu normales Leben wird durch die künstlichen Gelenke möglich. Bei der Paralympics sieht man jedes Jahr aufs Neue, was mit künstlichen Gelenken an herausragender, sportlicher Leistung möglich ist – wobei das natürlich auch eine besondere Zielgruppe betrifft. Aber auch Hand- oder Fingergelenke können künstlich eingesetzt werden, so dass wieder der normale Beruf ausgeübt werden kann. Natürlich schränken einen die künstlichen Gelenke ein wenig ein; so darf man sich mit künstlichen Knien nicht mehr auf den Boden knien und nach dementsprechenden Hüftoperationen kann man auch nicht mehr rumtoben wie 12-Jähriger. Aber die Schmerzen des kaputten Gelenkes fallen weg und die Vorteile der künstlichen Helfer überwiegen bei weitem. Der Einsatz eines künstlichen Gelenks wird unter Vollnarkose vorgenommen. Die Gelenke bestehen meist aus einer Metalllegierung oder Kunststoff und haben eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren. Es wird aber an Materialien geforscht, die eine längere (oder sogar lebenslange) Lebensdauer haben. Wann diese Gelenke einsatzfähig sind, ist noch ungewiss. Sicher ist, dass man so die schmerzhafte OP bzw. Wundversorgung danach und die Kosten für die Krankenkassen deutlich reduzieren könnte.