Home » Gesundheit & Medizin

Hyaluronsäure – das Schmiermittel der Knochen

am 10. Januar 2009

Es gibt wahnsinnig viele einzelne Komponenten, die dafür sorgen, dass der menschliche Körper funktioniert. Ein wichtiger Bestandteil aus dem Knochenbau bzw. dem Knochenkonstrukt ist die Hyaluronsäure. Vereinfacht gesagt stellt sie das Schmiermittel zwischen den Knochengelenken dar. Krankheitsbedingt oder im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses kann es zu einem Mangel an Hyaluronsäure kommen. Die Betroffenen verspüren dementsprechend Schmerzen an den erkrankten Körperteilen, beispielsweise am Hüftgelenk, an den Knien oder Handgelenken. Die Besonderheit der Hyaluronsäure liegt in ihrer flüssigen, aber dennoch formbaren Konsistenz. Diese passt sich stets den äußeren Bedingungen an: wird ein Knie beispielweise durch Sport stark beansprucht, so nimmt die Hyaluronsäure automatisch die passende Stärke an, damit die Gelenke nicht aufeinandertreffen. Besonders häufig tritt der Mangel an Hyaluronsäure in Verbindung mit der Erkrankung Arthrose auf, an der besonders viele alte Menschen leiden. Auch im Auge befindet sich Hyaluronsäure. Das zeigt sich daran, dass wir uns zwar am Auge jucken können oder es leicht deformieren können, dennoch weicht keinerlei Flüssigkeit heraus. Das Auge verformt sich selbst nach starker Druckausübung wieder in seine Ursprungsform. Wer einen Mangel an Hyaluronsäure diagnostiziert bekommt, dem kann dennoch geholfen werden. Beispielsweise durch das Spritzen künstlicher Säure in die betroffenen Gelenke. Auch in der modernen Schönheitschirurgie wird die chemische Verbindung genutzt, beispielsweise um faltige Hautpartien oder die Lippen damit zu unterspritzen. Gewonnen wird die künstliche Version übrigens aus tierischen Stoffen wie beispielsweise aus dem Hahnenkamm. Alternativ dazu gibt es aber auch eine rein chemische Gewinnung über spezielle Streptokokken-Strukturen, die mit biotechnischen Methoden gewonnen werden können. Letztere Variante ist für Patienten empfehlenswert, die zum Beispiel allergisch auf Vogelproteine reagieren.