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Filzläuse zählen zu den Geschlechtskrankheiten

am 28. Dezember 2008

Wie alle anderen Arten von Läusen übertragen sich auch die Filzläuse über engen Körperkontakt, wie beispielsweise beim Geschlechtsverkehr. Sie nisten sich vorwiegend in den behaarten Regionen des Körpers ein. Beispielsweise in der Schambehaarung, auf dem Kopf, in den Achselhöhlen oder auch in den Wimpern. In den allermeisten Fällen werden Betroffene auf die Filzläuse aufmerksam, weil sie einen Juckreiz an den entsprechenden Körperregionen empfinden. Kommen dann noch blaue Flecke an den Einstichstellen sowie Ekzeme hinzu, so kann man ziemlich sicher sein, dass es sich um den Befall von Filzläusen handelt. Bei einem Verdacht sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen. Dieser kann entsprechende Medikamente verschrieben, die den Juckreiz lindern und die Filzläuse bekämpfen bzw. langfristig ausrotten. Um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, sollte jeglicher Körperkontakt vermieden werden. Auch sollten Familienmitglieder nicht die gleichen Bürsten, Kämme, Handtücher, Kleidung oder das Bettzeug eines mit Filzläusen Infizierten benutzen. Lange zeit glaubte man, dass Filzläuse weitgehend ausgerottet wären, doch immer noch infizieren sich Menschen, auch aus unseren Breitengeraden mit diesem Ungeziefer. Wer betroffen ist, sollte aus falscher Scham nicht versuchen, sich selbst zu therapieren, sondern beim ersten Verdacht bzw. ersten Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die fortschreitende Globalisierung und der Reiseaufkommen der Menschen trägt zusätzlich dazu bei, dass sich solche Krankheiten hartnäckig halten. Die Filzlaus als solche bevorzugt warme und teils feuchte Körperregionen. Optisch ist sie schwer zu erkennen, da sie noch kleiner ist als beispielsweise eine Kopflaus. Das tückische an Geschlechtskrankheiten wie Filzläuse ist, dass der Befall nicht zwangshalber mit einem Juckreiz einher gehen muss. Oftmals bleibt die Filzläuse lange zeit unentdeckt und unbehandelt.