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Endokrinologie – die medizinische Fachdisziplin rund um Hormone

am 14. Januar 2009

Für alle möglichen Fachrichtungen der Medizin gibt es den passenden lateinischen Überbegriff. Bei der Endokrinologie handelt es sich um die Lehre der Hormone. Hormone sind wichtige biochemische Botenstoffe, die für den Aufbau und die Funktionsweisen unseres Körpers mitverantwortlich sind. Die Hauptaufgabe der körpereigenen Hormone besteht darin, Informationen von A nach B zu schaffen. Das heißt im Detail: von einem Organ zu nächsten oder einer Gewebestelle zur anderen. Wann und wie viele Hormone zu welchem Zeitpunkt im Körper unterwegs sind hängt von vielen Umständen, auch äußeren, ab. Ein gutes Beispiel für die schnelle und reichhaltige Ausschüttung von Hormonen ist der bekannte Adrenalin-Schub, der meist durch ein plötzliches Schockerlebnis oder große Anspannung ausgelöst werden kann. Bei der Endokrinologie nimmt am im Speziellen die Drüsen des menschlichen Körpers unter die Lupe, durch die Hormone ausgeschieden werden. So zum Beispiel auch die Schilddrüse. Aber auch andere endokrine Drüsen, die zum endokrinen System gehören, befinden sich am menschlichen Körper. Darunter die Hirnhangdrüse, die Bauchspeicheldrüse sowie die so genannten Keimdrüsen, die bei Männern an den Hoden und bei Frauen in den Eierstöcken angesiedelt sind. Ist eine solche Drüse erkrankt spricht man zumeist von einer Unter- oder Überfunktion, die sich für den Menschen als schädlich erweisen kann. Die Symptome sind dabei ganz unterschiedlich und reichen von Durchfall über Nierenkoliken bis hin zu und Herzrhythmusstörungen. Auch Diabetes, im allgemeinen Sprachgebrauch als Zuckerkrankheit bekannt, hat seinen Ursprung in einer Drüsenfehlfunktion. Denn die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig lebensnotwendiges bzw. körpereigenes Insulin.